“Privatjets sind die größte Quelle von Luftfahrtemissionen.”
Zwei Studien aus den Jahren 2024–2025 rahmen die Zahlen. Eine Veröffentlichung aus der Nature-Familie, die 18,6 Millionen Privatflüge verfolgte, bezifferte die Emissionen 2023 auf etwa 15,6 Millionen Tonnen CO2, ein Anstieg von 46 % seit 2019, was rund 1,8 % der kommerziellen Luftfahrt entspricht. Die Analyse des International Council on Clean Transportation aus dem Jahr 2025 schätzte mit einem breiteren Ansatz bis zu 19,5 Millionen Tonnen – mehr als alle Flüge, die in jenem Jahr von Heathrow abgingen – und stellte fest, dass der Anteil der Privatjets an den Emissionen der Zivilluftfahrt während der Pandemie, als die Airlines am Boden blieben, mit fast 4 % seinen Höhepunkt erreichte.
Gegenüber dem Gesamtbild: Die kommerzielle Luftfahrt emittierte 2023 rund 900 Millionen Tonnen CO2, und die Luftfahrt insgesamt macht etwa 2,5 % des globalen energiebedingten CO2 aus. Privatjets sind ein kleines Stück eines bescheidenen Stücks.
Das Pro-Kopf-Bild ist es, was die Empörung antreibt. Ein Midsize-Jet, der 200–300 Gallonen pro Stunde verbrennt und vier Menschen an Bord hat, emittiert pro Passagier weit mehr als ein A320 mit 180. Studien schätzen die Luftfahrtemissionen von Privatfliegern auf bis zu 500-mal so hoch wie die eines Durchschnittsmenschen. Viele Privatflüge sind kurz – unter 500 km –, wo die Bahn eine Option wäre, und ein erheblicher Anteil fliegt auf Positionierungsflügen leer.
„Größte Quelle“ ist also falsch, „kohlenstoffintensivste Art zu fliegen“ ist richtig, und die eigenen Nachhaltigkeitsversprechen der Branche akzeptieren den zweiten Punkt.
Quellen: nature.com · theicct.org · cbc.ca