“Jemand hat im Privatjet 177 Dollar für ein Hähnchen-Sandwich bezahlt.”
Das Angebot wurde von der Branchenseite Private Jet Card Comparisons veröffentlicht und von Forbes als Beispiel für die Zusatzkosten aufgegriffen, die Privatflieger überraschen. Anders als die folkloristische „Tee und Kekse“-Geschichte kam diese mit einem Screenshot der Einzelposten.
Das Interessante ist die Anatomie. Das Sandwich selbst war mit etwa 52 Dollar bereits ein Premiumprodukt; die Flughafengebühr erhebt das FBO dafür, dass es den Lieferwagen eines Anbieters auf das Vorfeld lässt; und die Servicegebühr von 100 Dollar ist das, womit der Catering-Vermittler sein Geld verdient – Bestellung aufnehmen, der Küche hinterhertelefonieren, die Lieferung zum richtigen Flugzeug zur richtigen Zeit verfolgen. An Urlaubsflughäfen mit wenigen Anbietern sind diese Gebühren am höchsten.
Broker und Betreiber warnen Kunden zunehmend im Voraus davor, und manche erlauben Passagieren, eigenes Essen mitzubringen oder eine lokale Lieferung an das FBO zu organisieren. Größere Bestellungen verwässern die Fixgebühren: Eine Servicepauschale von 100 Dollar auf ein 1.200-Dollar-Buffet für acht Personen fällt kaum auf.
Das Sandwich ist also echt, der Preis ist echt, und die Lektion lautet: Im Privatjet ist das Essen billig und die Logistik teuer.
Quellen: privatejetcardcomparisons.com · forbes.com