IrreführendKosten

“Eine Jet Card ist günstiger als Chartern.”

Urteil: Pro Stunde ist eine Jet Card oft *teurer* als ein gut verhandelter Charter auf derselben Strecke. Was die Karte kauft, ist Gewissheit: garantierte Verfügbarkeit bei kurzer Vorlaufzeit, ein fester Stundensatz, keine Positionierungsgebühren und kein Feilschen. Für jemanden, der 25–50 Stunden im Jahr kurzfristig fliegt, kann das insgesamt günstiger sein, als Charter-Spitzenpreise zu zahlen. Für jemanden mit planbaren Strecken und Flexibilität gewinnt meist der On-Demand-Charter.

Eine Jet Card ist vorausbezahltes Fliegen: Sie hinterlegen etwa 150.000–250.000 Dollar bei einem Anbieter (NetJets, Flexjet, Wheels Up, VistaJet und Dutzende Broker) und rufen zu einem festen Stundensatz für eine bestimmte Flugzeugkategorie ab. Light-Jet-Karten in den USA liegen bei rund 7.000–10.000 Dollar pro Stunde inklusive Steuern und Treibstoffzuschlägen; Super-Midsize bei etwa 12.000–16.000 Dollar.

On-Demand-Charter für dasselbe Flugzeug, Reise für Reise angeboten, kann bei einem Light Jet 5.000–8.000 Dollar pro Stunde kosten – aber das ist vor Positionierungsflügen, Tagesmindestsätzen, Übernachtungsgebühren und Spitzentag-Zuschlägen, und es setzt voraus, dass ein Flugzeug verfügbar ist. An einem Feiertagswochenende ist das vielleicht nicht der Fall, oder der Preis verdoppelt sich.

Der feste Satz der Karte bedeutet, dass der Anbieter die Positionierungskosten und das Spitzentag-Risiko trägt (obwohl die meisten Karten inzwischen eigene Spitzentag-Zuschläge und längere Vorlaufzeiten haben). Er bedeutet auch, dass Sie für Stunden zahlen, die Sie vielleicht nicht nutzen, mit Verfallsdaten und „Tagesminima“, die kurze Flüge aufrunden.

Die ehrliche Faustregel der Branchenanalysten: Karten für häufige, spontane One-Way-Flieger; Charter für Planer und Hin-und-zurück-Reisende; Teileigentum ab etwa 50 Stunden im Jahr.

Quellen: privatejetcardcomparisons.com · en.wikipedia.org

Mehr Hangar-Talk

Weiter staunen