
“Im Privatjet gibt es keine Anschnallpflicht – man kann den ganzen Flug herumlaufen.”
US-Vorschriften verlangen, dass jede Person an Bord eines Flugzeugs beim Rollen, Start und Landung einen zugelassenen Sitz mit geschlossenem Sicherheitsgurt einnimmt und dass der verantwortliche Pilot sicherstellt, dass die Passagiere vor dem Abflug über die Gurte unterrichtet werden. Derselbe Abschnitt gilt für Part-91-Privatflüge, Part-135-Charter und Part-121-Airlines. Die europäischen Regeln der EASA spiegeln das. In einem privat geflogenen Jet mag die Einweisung darin bestehen, dass sich der Kapitän aus dem Cockpit lehnt, aber sie bleibt eine gesetzliche Pflicht.
Die Zulassung bringt für Luxuskabinen eine Wendung mit sich. Jeder für Start und Landung zugelassene Sitz muss dynamische Crashtests bestehen, weshalb die Sofas in einer Global 7500 oder Falcon 8X Gurte an bestimmten Positionen haben und weshalb ein Bett in einem Business-Jet typischerweise nur für die Nutzung im Reiseflug zugelassen ist. Elvis' vergoldeter Sicherheitsgurt auf dem Bett der Lisa Marie ist das historische Beispiel dafür, dass die Regel auf Möbel angewendet wurde.
Die Freiheit, an die sich die Leute erinnern, ist die Reiseflugphase: kein Anschnallzeichen in den meisten Business-Jets, keine Crew, die einen zum Hinsetzen auffordert, und die Möglichkeit, sich auf den Boden zu legen, wenn man mag. Turbulenzen kümmert das nicht, und Light Jets spüren sie stärker als Airliner. Vernünftige Passagiere lassen den Gurt im Sitzen locker geschlossen – genau das, worum auch Airline-Crews bitten.
Quellen: ecfr.gov · easa.europa.eu
