Gerüchte, Legenden und Dinge, die Leute für wahr halten
Jede Privatjet-Geschichte, die Sie je bei einer Dinnerparty gehört haben — die vergoldete 747, die $3,000-Kekse, der Jet, der schneller steigt als ein Kampfjet — geprüft und ehrlich gekennzeichnet.
“Privatjets sind viel gefährlicher als Linienflüge.”
Das hängt ganz davon ab, welchen „Privatjet“ man meint. Firmenflugabteilungen mit professionell besetzten Jets haben Unfallraten, die mit denen der Airlines vergleichbar sind – in manchen Jahren sogar besser. On-Demand-Charter nach FAA Part 135 lag historisch etwas höher, und von Eigentümern selbst geflogene Leichtflugzeuge liegen noch einmal darüber. Alles zusammen als „privat“ in einen Topf zu werfen, erzeugt erst die erschreckende Schlagzeile.
“Jets, die nur von einem Piloten geflogen werden, sind Unfälle mit Ansage.”
Die Einpiloten-Zulassung ist ein bewusster technischer Standard, keine Abkürzung: Flugzeuge wie die Citation-CJ-Serie, Phenom 300, PC-24 und Vision Jet wurden so konstruiert, dass ein Pilot alles bewältigen kann – mit Autopiloten, Autothrottle und, bei Cirrus, einem Fallschirm für das gesamte Flugzeug sowie einer Notfall-Autoland-Funktion. Die Daten zeigen, dass Einpiloten-Jets sehr sicher geflogen werden können – doch der zweite Pilot bleibt das wirksamste Sicherheitsmerkmal überhaupt, und die meisten Charterbetreiber bestehen sowieso auf ihm.
“Im Privatjet gibt es keine Anschnallpflicht – man kann den ganzen Flug herumlaufen.”
Sicherheitsgurte sind bei Start, Landung und immer dann, wenn der Kapitän es sagt, gesetzlich vorgeschrieben – im Privatjet genau wie im Airliner. Jeder zugelassene Sitz hat einen, auch die auf Sofas und Betten. Was sich unterscheidet, ist der Stil der Durchsetzung: Niemand macht eine Durchsage, der Flugbegleiter (falls es einen gibt) bittet höflich, und im ruhigen Reiseflug dürfen Sie sich frei bewegen. Piloten nehmen nicht angeschnallte Passagiere ernst, denn Turbulenzverletzungen in kleinen Jets sind real.